Aussaatanleitung

     
 

Aussaatsubstrat in ein Aussaatkistchen füllen, glätten und angießen

Samen aus der Samentüte gleichmäßig auf dem Substrat ausstreuen Mit einem flachen Gegenstand andrücken
     
 

Samen gut anfeuchten

 

Abdecken mit feinem Quarzkies

Transparenten Plastikdeckel auflegen oder mit Vlies abdecken

Man füllt ein keimfreies, mit Wasserabzug versehenes Aussaatgefäß mit sterilem, gut angefeuchtetem, ungedüngtem Aussaat-Substrat.

Das mineralische "Aussaatsubstrat Profi" ist dafür hervorragend geeignet. Es nimmt rasch Feuchtigkeit auf. Auch bei sehr feiner Saat wird das Korn nicht eingewaschen. Das mineralische Aussaatsubstrat Profi verhindert Verschlämmen der Saat und gewährleistet lange Feuchtigkeitsreserven bei optimaler Durchlüftung.

Die oberste Schicht sollte mit einem Brettchen glatt abgezogen werden. Man wässert mit "Schachtelhalm-Extrakt" (0,4%ig), das Pilzbefall vorbeugt und vor allem die pflanzeneigenen Abwehrkräfte stärkt. Nun wird das Saatgut gleichmäßig auf dem feuchten Substrat verteilt. Die Samen werden mit einem ebenen Gegenstand leicht angedrückt, anschließend mit Schachtelhalmlösung übersprüht oder überbraust, um Kontakt mit dem Aussaat-Substrat sicherzustellen.

Sehr gut geeignet als Alternative zum Samenbeizen: Aussaat mit Spezial – Pilzfrei Aliette oder Chinosol-Lösung übersprühen oder angießen.

Damit die quellenden und keimenden Samen nicht austrocknen, wird die Aussaat dünn abgedeckt. Dafür eignet sich grober Quarzsand (2-4 mm), der den Samen zum Keimen das nötige Licht gewährleistet.

Trocknen quellende Samen oder frisch gekeimte Sämlinge ganz aus, sterben diese in aller Regel ab. Zu häufige Wassergaben sollten aber ebenso vermieden werden, da die Gefahr des Abschwemmens der Samen vergrößert wird und sich Schad-Pilze in sehr feuchtem Milieu rasch ausbreiten können.

Zur Verbesserung des Wasserhaushaltes empfehlen wir "Bewässerungsmatten", die Feuchtigkeit nachliefern. Man kann die Bewässerungsmatte in eine Plastikkiste legen, mit "Nadelfolie" abdecken und die Aussaat- und Pflanzgefäße daraufstellen. Die Nadelfolie hat eine Mikroperforation, durch die Wasser unmittelbar in Gefäße und Substrat übergehen kann, Verdunstung wird aber weitgehend verhindert. Durch dieses System steht über längere Zeiträume Feuchtigkeit zur Verfügung, die sich auf Keimung und Sämlingswachstum positiv auswirkt. Das Wachstum von Jungpflanzen und vielen anderen Sukkulenten wird ebenfalls verbessert.

Um die nötige Feuchtigkeit und Temperatur zu erhalten, deckt man die Sämlinge mit dem Deckel des "Aussaat-Hauses" oder mit "Vlies" ab. Vlies ist ein feines Gewebe aus ganz dünner Kunstfaser. Wasser-, Luft- und Lichtdurchlässigkeit des Materials gewährleisten bei guter Wärmeentwicklung und Verhinderung des Austrocknens ideale Aussaatbedingungen.

Die leicht schattierende Wirkung von 22% ist für Sämlinge vorteilhaft, das geringe Gewicht von 17-20 gr/qm vermeidet Druckschäden.

Die Keimtemperatur der meisten Kakteen und anderen Sukkulenten liegt zwischen 18 und 28 Grad Celsius. Am besten sät man zwischen März und Juni aus. In dieser Zeit wird unter einer Abdeckung, auch am Fensterbrett, die nötige Temperatur problemlos erreicht. Nur wenige andere Sukkulenten, wie Testudinaria elephantipes oder Cotyledon, keimen im Herbst oder Winter besser.

Bis sich ein kleiner Pflanzenkörper entwickelt hat und die ersten feinen Dornen zu sehen sind, ist das Substrat relativ feucht zu halten. Später darf es dann auch einmal oberflächlich abtrocknen. Dazu lüftet man das Vlies oder den Deckel des Aussaat-Hauses erst wenig, dann immer mehr, bis abgedeckt werden kann.

Nach 6-10 Wochen beginnt man mit halber Konzentration zu düngen. Während der ersten 3 bis 6 Monate sollte immer wieder mit einer Lösung aus Schachtelhalm-Extrakt gegossen oder gesprüht werden, um Pilzbefall vorzubeugen. Bei der Verwendung von Aussaatsubstrat Profi empfehlen wir "Uhlig-Sukkulentendünger", oder  für große Mengen "Sukkulentennährsalz Flory 3", bei humosen Aussaatsubstraten und Regenwasser "Spezial-Nährsalz Flory 2".

Das Vlies kann von der Aussaat bis zur Entwicklung eines kleinen Pflanzenkörpers (etwa 2 bis 4 Monate) problemlos verwendet werden. Dann vertragen die jungen Pflänzchen normalerweise schon recht gut das direkte Licht. Diese Abhärtung ist sehr wichtig für eine gesunde Entwicklung sukkulenter Pflanzen.

Regelmäßiges Spritzen oder Überbrausen mit Schachtelhalm-Lösung und Uhligs AMN® Kakteen Vital-Kur stärkt die Pflanzen auch weiterhin gegen pilzliche und andere Schädlinge.

Nach einem halben bis einem Jahr werden die Sämlinge pikiert. Das Anwachsen (auch nach dem Topfen) wird durch ein Überbrausen mit  einer Lösung  von "Baldrian-Extrakt" und Uhligs AMN® Kakteen Vital-Kur gefördert. Baldrian unterstützt die Wurzelbildung ebenso wie die Blütenbildung. Um die Blütenbildung anzuregen, spritzt man "Baldrian-Extrakt" am besten mehrfach von Herbst bis Frühjahr.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und Freude mit Ihren Sämlingen!

Durch die Nutzung unserer Webseite stimmen Sie dem Gebrauch von Cookies zur Verbesserung dieser Seite zu. Diese Nachricht Ausblenden Für weitere Informationen sehen Sie bitte unsere Datenschutz-Erklärung. »
Powered by Lightspeed